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arrowonly.JPG (2018 bytes) Informe Anual sobre las Violaciones de los Derechos Sindicales

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Vorwort

Vor 15 Jahren hat der Internationale Bund Freier Gewerkschaften (IBFG) seine erste jährliche Übersicht über die Verletzungen von Gewerkschaftsrechten veröffentlicht, und Gewerkschafter/innen und Arbeitnehmer/innen können zu Recht fragen, ob sich die Situation inzwischen verbessert hat. Die Antwort ist ja. Nicht dass die blosse Veröffentlichung eines Berichtes über die Angriffe und gewerkschaftsfeindlichen Aktionen durch Regierungen, Arbeitgeber und obskure Kräfte, die von paramilitärischen Gruppen bis zu spezialisierten Büros zur Zerschlagung von Gewerkschaften reichen, plötzlich das Gewissen wachgerüttelt und zu einem neuen moralischen Bewusstsein geführt hätte. Aber als Teil einer breiteren Kampagne mit Protesten und Massnahmen, gut koordinierten Aktionen, Eingaben bei wichtigen Organisationen der Vereinten Nationen, insbesondere der Internationalen Arbeitsorganisation, Bündnissen mit anderen Menschenrechtsgruppen, steigender Unterstützung und wachsendem Engagement der IBFG-Mitgliedsorganisationen weltweit hat unser Bericht über "die Lage der Gewerkschaften" sicherlich einen Beitrag zu grossen Durchbrüchen geleistet: Gewerkschafter/innen sind dem sicheren Tod entgangen, viele sind aus dem Gefängnis befreit worden, und immer mehr Regierungen überlegen es sich heute genau, bevor sie zu den Gewerkschaften auf Konfrontationskurs gehen. Einige von ihnen können sich sogar rühmen, Arbeitgeber wegen Verletzungen gegen die grundlegenden Arbeitnehmerrechte bestraft zu haben. Aber es gibt immer noch Rechtsverletzungen. Diese Übersicht berichtet über Probleme in einer Rekordzahl von 119 Staaten, und Länder wie Birma, China, Kolumbien werden eindeutig als die wichtigsten schwarzen Punkte für die Gewerkschaftsrechte identifiziert. Die freien Exportzonen sind immer noch der Ausgangspunkt für viele der Tragödien, die in dieser Jahresübersicht über Rechtsverletzungen berichtet werden. Und die Wirtschafts- und Finanzkrisen, die während des Berichtszeitraums grosse Teile der Welt getroffen haben, haben ebenfalls ihren Beitrag zum Leiden geleistet.

Aber langsam werden die Lehren gezogen. Das Fehlen effizienter Sicherheitsnetze in den meisten krisengeschüttelten Regionen in Südostasien, die unglaublichen Rückstände bei den Lohnzahlungen in Russland und anderen Ländern, die fehlgeleitete Anpassungspolitik, die bestimmte Regierungen verfolgen, all dies hat dazu geführt, dass sich die Öffentlichkeit immer mehr der positiven Rolle der Gewerkschaften und der Notwendigkeit bewusst wird, die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen, die beiden Kernübereinkommen, die in dieser Übersicht erfasst werden, zu sichern.

Die Liste der Länder, in denen unabhängige Gewerkschaften direkt verboten sind, wird Jahr für Jahr kürzer, selbst wenn Versuche, Gewerkschafter/innen zum Schweigen zu bringen, in zu vielen Orten festzustellen sind. Es ist jedoch eine Tatsache, dass die Regierungen, die ihre eigenen internationalen Verpflichtungen ignorieren, immer mehr unter Druck gesetzt werden und dass es immer schwieriger für sie wird, ihr Fehlverhalten zu rechtfertigen oder der internationalen Verurteilung zu entfliehen.

Es bleibt jedoch noch viel zu tun. Der Katalog der in der Übersicht dieses Jahres enthaltenen Rechtsverletzungen verdeutlicht dies. Er zeigt jedoch auch den mutigen Kampf von Tausenden von Gewerkschafter(inne)n, deren einziges Ziel darin besteht, ihre Kolleg(inn)en zu schützen und zu verteidigen. Dieser Bericht ist nicht nur eine wohl verdiente Würdigung dieser Gewerkschafter/innen. Er ist ein Aufruf. Ein Aufruf zur ständigen und intensivierten internationalen Gewerkschaftssolidarität.

 

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Internationaler Bund Freier Gewerkschaften (IBFG)
Boulevard Emile Jacqmain 155, B - 1210 Brüssel, Belgien

Für mehr Informationen: IBFG-Abteilung für Menschen- und Gewerkschaftsrechte
Tel.: 32.2.224.02.03 Fax: 32.2.224.02.97 E-mail:
turights@icftu.org